Autoren: Daniel Goetz und Eike Reinhardt

Unser Unternehmensname agateno aus der Sprache der nordamerikanischen Cherokee bedeutet, frei übersetzt, Scout oder Fährtensucher. Wenn agateno Organisationen und Menschen in ihrer Entwicklung unterstützt, verstehen wir unsere Rolle genau so: Wir finden und weisen einen neuen Weg für Teams und Einzelne. In unserer Arbeit als Trainer, Coaches und Organisationsberater sehen wir uns als Wanderer zwischen den Welten – wir verbinden Gegensätze – wir verbinden das, was zusammen gehören könnte. Und so wie wir aus zwei Welten berichten, so haben wir auch dieses Buch aufgebaut: Einerseits Anekdoten und Einsichten aus unseren Erfahrungen mit indigenen Völkern – andererseits praktische Tipps und Hinweise aus unserer Trainingspraxis, angereichert mit wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Führung und Kommunikation. Unsere Studienreisen zu indigenen Kulturen in Australien und Kanada erfolgten in den Jahren 2007 bis 2011.

Wir haben uns dabei die Freiheit genommen, ein weites Feld interdisziplinären Wissens zu betreten, in dem indigene Weisheiten ebenso ihren Platz haben wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse; buddhistische Einsichten ebenso wie moderne Coaching-Ansätze; indische Logik ebenso wie traditionelle Tugenden der westlichen Welt. Unsere Perspektive war und ist dabei am ehesten die eines Kulturforschers bzw. Ethnologen: teilweise im Rahmen einer teilnehmenden Beobachtung / Feldforschung; teilweise auf akademischer Ebene. Wir wollen dabei sowohl die kognitiven Bedürfnisse „des Kopfes“ wie auch die somatischen Bedürfnisse „des Bauches“ nähren. Klare Gedanken verbunden mit den unbestimmten Empfindungen eines „Bauchgefühls“ oder Gedankenreisen mit metaphorischer Fülle.


Daniel Goetz

Dipl.-Kaufmann (Schwerpunkt Personalwirtschaftslehre und Wirtschafts-Psychologie), Certified Business Trainer.

„Die uralten Erkenntnisse von Naturvölkern für die Moderne nutzbar zu machen, hat für mich einen großen Reiz. Die Bedeutung von Ritualen und Symbolen, die Kraft von Metaphern und die Übernahme von Selbstverantwortung für das eigene Handeln sind einige der Aspekte, die auch in der heutigen Welt – vielleicht sogar immer mehr – Relevanz besitzen.

Während des Studiums hat mich die Leidenschaft zum Theaterspielen gepackt. Das gemeinsame Ringen um die bestmögliche Interpretation unter den z.T. widrigen Umständen hat auf mich einen prägenden Eindruck hinterlassen. Und viele der Herausforderungen der Bühne finden sich auch im „realen Leben“ wieder: Kooperation mit bisher Fremden / Team-Bildung, Zeit- und Erfolgsdruck, Überwindung von Ängsten – dies und mehr sind Parallelen, die mir auch bei der heutigen Arbeit als Coach begegnen.“

Eike Reinhardt

Dipl.-Kaufmann (FH, Schwerpunkt Personalwirtschaftslehre) und gelernter Werkzeugmacher sowie Certified Business Trainer; als Nahkampfausbilder trainierte er verschiedene internationale Spezialeinheiten der Polizei und des Militärs.

„Durch meine Erfahrungen während des Zusammenlebens mit indigenen Völkern in Australien und Kanada hatte ich die Möglichkeit, meine eigenen kulturell geprägten Werte und Ansichten zu hinterfragen. Meine eigenen Wurzeln reichen in den Schweizer Zweig des „Fahrenden Volkes“ – der Volksgruppe der Sinti und Jenischen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den divergierenden Kulturen „fahrend“ vs. „sesshaft“ war es mir möglich, unterschiedliche Wertesysteme aus ihren individuellen Blickwinkeln zu betrachten und so besser zu verstehen.

Das Aufeinandertreffen kultureller Eigenarten begreife ich als große Chance – sowohl für die persönliche als auch für die gesellschaftliche Entwicklung. In der täglichen Interaktion besteht die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Dazu gehört, sich auf die Sichtweise des Anderen einzulassen, ohne dabei die eigenen Werte aufgeben zu müssen. Menschen auf diesem Weg ein Stück zu begleiten, ist für mich tägliche Motivation.“


Wir danken

Tom Andreas. Als unserem Mentor fühlen wir uns ihm verbunden und bewundern seine unvergleichliche Präzision und seine Liebe für die Sprache wie auch die für die Menschen. Wir teilen mit ihm die Faszination für indigene Kulturen. Ohne ihn wäre es uns nicht möglich gewesen, unsere Erfahrungen bei den indigenen Kulturen strukturell so aufzubereiten und für die hiesige Business-Welt zu übersetzen. Dafür danken wir ihm von Herzen. Wir wünschen uns, dass auch seine Handschrift erkennbar durch die Zeilen dieses Buches scheint.

Wir danken den indigenen Eldern, die uns Einblick in ihre Kultur gewährt, ihr Wissens mit uns geteilt und uns einzigartige Erfahrungen ermöglicht haben. Für alle möglicherweise missverständlichen oder falschen Darstellungen der indigenen Perspektive in diesem Buch übernehmen wir die volle Verantwortung. – Besonders nachhaltig beeindruckt und geprägt haben uns:

  • Elder Peter Leo (✝, Former Spokesman of the Girringun Aboriginal Cooperation, Queensland), mit dem unser erster Kontakt in Australien stattfand und auf dessen Stammesgebiet die Idee zu unserem Business gereift ist.
  • Elder Glen „Black Eagle“ Anaquod (✝, Muscowpetung First Nation, Saskatchewan), der uns vom ersten Tag an mit seiner humorvollen und undogmatischen Art der Spiritualität für seine Kultur eingenommen hat.
  • Elder Murray „Little Yellow Bird“ Ironchild (Former Chief of the Piapot First Nation, Saskatchewan), der unser Vertrauter beim Sonnentanz war und uns zu diesem hohen Ritual eingeladen hat.
  • Elder Mike „Chief Thunderbird“ Pinay (Peepeekissis First Nation, Saskatchewan), in dessen Schwitzhütte wir zahlreiche Zeremonien erleben durften.

Wir danken Professor Tobias Sperlich (Head of Department of Anthropology, University of Regina) für die Offenheit, mit der er unserem Interesse und Anliegen begegnet ist. Er hat uns aus der Perspektive eines Ethnologen eine zusätzliche Verständnisebene eröffnet und uns vor Ort bei der Kontaktaufnahme mit den Eldern unterstützt; zudem war er uns auch mit Rat und Tat bei der Organisation behilflich.

Wir danken Professor Susanne Kuehling (University of Regina), die uns nicht nur zu Einblicken in eine nochmals andere kulturelle Welt verholfen hat – nämlich die der Inselwelten Papua-Neuguineas –, sondern auch für die unkomplizierte Gastfreundschaft in ihrem Hause, die sie uns während unserer Zeit in Kanada für einige Wochen gewährt hat.

Wir danken Manfred Faber, der uns als Initiator eines Netzwerks von Interim Managern nicht nur Erkenntnisse in diesem höchst volatilen Business ermöglicht hat, sondern uns auch bei diesem Buchprojekt wohlwollend und mit großem Herz unterstützt hat.

Wir danken Irene Buttkus vom Verlag Springer Gabler, die uns bei vielen wichtigen Fragen rund um die Erstellung des Buches in die richtige Richtung gewiesen hat.

Wir danken unserer Lektorin Dorothee Köhler, die unserem Text den erforderlichen Feinschliff gegeben und ihn lesbarer gestaltet hat.

Wir danken den folgenden Menschen, die uns wertvolles Feedback gegeben haben, um die Selbstcoaching-Übungen in diesem Buch möglichst verständlich und nachvollziehbar zu gestalten: Susanne Bachem, Hanna Göhler, Bärbel Klumb, Thomas Mayer, Christian Palkowski, Sylvia Silano, Stefan Spiecker, Stefan Strobel, Martin Sutoris.

Wir danken unseren Familien, die uns ein großer Rückhalt waren und sind. Wir sind dankbar für diese Form von Zusammenhalt, die in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Eike Reinhardt: Ich danke meinem Judolehrer (Sensei) Toni Hilger, der mich bereits in jungen Jahren für den Geist des Budo (der asiatischen Kampfkünste) und die ostasiatischen Philosophien begeistert hat.

Daniel Goetz: Ich danke Paul Drew-Bear, der mir nicht nur das Theaterspielen als Weg zur persönlichen Entwicklung nähergebracht hat, sondern mir durch sein konsequentes Querdenken auf vielfältige Weise Inspirationsquelle war.

Wir danken der schöpferischen Kraft, die nicht nur unsere beiden Lebensfäden auf diese besondere Weise gesponnen, sondern auch so miteinander verwoben hat, dass wir dieses Buch für Sie, liebe Leserin und lieber Leser, in dieser Form so schreiben konnten.

To all our relations.