12 Anhang

Glossar

Aborigines

Sammelbezeichnung für die indigene Bevölkerung des australischen Kontinents, die aus hunderten, höchst unterschiedlichen Stammesgesellschaften besteht.

Achtsamkeit

Inneres Erleben von defokussierter Aufmerksamkeit. Man kann es als mentales Defokussieren beschreiben. Achtsamkeit ist die Voraussetzung, um die intuitiven Prozesse wahrnehmen zu können. Achtsamkeit ist im Vergleich zur Konzentration ein passiver, rezeptiver Vorgang. Im Unterschied zur Konzentration sind die Bewusstseinsressourcen nicht gerichtet, sondern nehmen alle bewusst wahrnehmbaren Umwelteinflüsse, Gedanken, Gefühle etc. nur zur Kenntnis, ohne diese zu beurteilen oder ihnen eine besondere Bedeutung beizumessen.

Adorzismus

Der belgische Ethnologe Luc de Heusch prägte den Terminus Adorzismus, der die Integration des Ungeliebten oder vermeintlich „Bösen“ beschreibt. Im Gegensatz zum Exorzismus, bei dem die vermeintlich bösen Geister ver- bzw. ausgetrieben werden, erhalten sie im Adorzismus ihren Platz. Der Exorzismus unterstützt die Abgrenzung, während der Adorzismus die Durchlässigkeit und Verbundenheit betont. Diese Denkweise ist vor allem in polytheistischen Gemeinschaften anzutreffen, die – anders als die monotheistischen Religionen von Judentum, Christentum und Islam – mehr als den einen Gott erlauben. Die buddhistische Tradition kennt ebenfalls die Auseinandersetzung und Aussöhnung mit den eigenen Schatten.

Analoges Denken

Assoziatives Denken, das die „Unschärfe“ der Realität und des menschlichen Erlebens akzeptiert. In der analogen Welt darf eine Frage offen bleiben oder mit „sowohl als auch“ beantwortet werden. Metaphern, bildhafte Sprache und Storytelling sind hier zuhause. „Man weiß es nicht genau“, ist hier eine erlaubte Aussage. Das Gegenteil von digitalem Denken (siehe auch dort).

Animismus

(Lateinisch: animus = Wind, Hauch)Vorstellung, die besagt, dass so gut wie alles beseelt und damit lebendig ist, also selbst Gegenstände. So sind beispielsweise Steine in der Tradition indigener nordamerikanischer Völker wichtige Lehrmeister und symbolisieren als „Grandfather Rocks“ die Vorväter der Menschen.

Anteil

Die Begriffe Teil und Anteil werden in der Regel synonym verwendet. Wir differenzieren die beiden Wörter jedoch, da der Anteil immer zugleich auch einem größeren System zugehörig ist und damit der Aspekt der Verbundenheit mit diesem erhalten bleibt. Ein Teil kann ohne Zugehörigkeit zu einem größeren System existieren und gedacht werden, ein Anteil nicht.

Assoziation

Inneres Erleben, bei dem sich die Person voll und ganz auf die Wahrnehmung der inneren Empfindungen und Repräsentationen einlässt. Ist die Person mit einem bestimmten inneren Erleben assoziiert, so erlebt sie dieses mit allen Sinnen, nimmt die inneren Bilder wahr, lässt auch Gefühle „an sich heran“ und erlebt eine vorgestellte oder erinnerte Situation so „als wäre sie jetzt“. Das Gegenteil von Dissoziation (siehe auch dort).

Aufmerksamkeit

Die fokussierte (Konzentration) oder defokussierte (Achtsamkeit) Nutzung von Bewusstseinsressourcen, zum Beispiel auf bestimmte äußere Umwelteinflüsse, fremdes oder das eigene Verhalten, Gedanken oder Gefühle.

Chief

Anführer/Häuptling einer indigenen Stammesgesellschaft.

Creator

(auch: Manitu, Great Spirit): Bezeichnet in der Vorstellung indigener Gesellschaften (vor allem Nordamerikas) die schöpferische Kraft bzw. das schaffende Prinzip, das allen Wesen, Dingen, Handlungen und Erscheinungen zugrunde liegt. Damit ist jedoch kein personifizierter, von der Welt getrennter Hochgott gemeint, wie ihn die monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) kennen.

Cree

Indigenes Volk Nordamerikas, das weite Teile des heutigen Kanada (vor allem in der Prärie im Landesinneren) bewohnte.

Deixis

(Altgriechisch: δείκνυμι = zeigen) In den Sprachwissenschaften bezeichnet der Begriff Deixis die örtlich-räumlichen, zeitlichen oder personalen Verweise eines Sprechers, mit dem deiktischen Zentrum: „Ich, hier, jetzt.“

Digitales Denken

Die digitale Perspektive kennt nur zwei Zustände: an oder aus, richtig oder falsch. Sie fordert: „Zahlen, Daten, Fakten!“. Hier muss es klare und eindeutige Antworten auf Fragen geben. Hier wird unterschieden zwischen richtig und falsch. Das Gegenteil von analogem Denken (siehe auch dort).

Dissoziation

Inneres Erleben, bei dem sich die Person innerlich von einer Situation oder auch ihren Empfindungen oder Gefühlen distanziert. Das Gegenteil von Assoziation (siehe auch dort).

Elder

Kulturkundiges Mitglied eines Stammes in indigenen Gesellschaften. Häufig mit besonderen sozio-kulturellen Aufgaben betraut, die dem Gemeinwohl des Stammes dienen (Traditioneller Heiler, Master of Ceremony etc.).

Erfahrungswolke

Metaphorische Beschreibung für ein Identitätskonzept, das die hohe Variabilität und situationsbedingte Anpassungsfähigkeit des Menschen in den Vordergrund stellt. Es unterstellt keine feste Identität, sondern eine flüchtige „Identitätswolke“, die in einem bestimmten Moment von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird: momentbezogene, biografische, kulturelle und genetische Faktoren. Die Erfahrungswolke ist angebunden an das Konzept des Wesens der KommunikationBegegnen sich zwei Menschen, so „diffundieren“ ihre Wolken (so wie es zwei Gase tun, die sich vermischen).

Eurozentrisch

Ideologische Beurteilung außereuropäischer Gesellschaften nach europäischen Maßstäben, Werten und Normen.

Exorzismus

(Griechisch: exorkismós = hinausbeschwören): Religiös verwendeter Begriff und Praxis, bei dem das Böse ausgetrieben und verbannt wird. Siehe auch Adorzismus

First Nations

Sammelbezeichnung (auch englischsprachige Eigenbezeichnung) für die indigene Bevölkerung im heutigen Kanada (mit Ausnahme der Kultur der Inuit und Métis). Begriffspendant in den USA: Native Americans

Great Spirit

Siehe Creator

Groupthink

Prozess innerhalb einer Gruppe, bei dem abweichende Meinungen einzelner Gruppenmitglieder aufgrund eines starken Konformitätsdrucks nicht mehr geäußert oder berücksichtigt werden. Individualmeinungen passen sich der Gruppenmeinung an, Risiken werden kollektiv ausgeblendet und es entsteht ein Konsens, der bei individueller Berücksichtigung der einzelnen Perspektiven nicht entstanden wäre.

Gustatorisch

Siehe Submodalitäten

Heyoka

Spezielle Personen indigener Völker der nordamerikanischen Prärie, die gegen die Konventionen der Gesellschaft leben und handeln. Dadurch stellen sie gesellschaftliche Regeln und Tabus in Frage und regen zum Diskurs und zur Reflexion an. Vergleichbar mit einem Narren in der europäischen oder türkisch-islamischen Kulturgeschichte (z. B. Till Eulenspiegel und Nasredin).

Ideomotorische Bewegungen

Unwillkürlich (und häufig auch unbewusst) ausgeführte Bewegungen; zum Beispiel kleine Gesten (Tippen mit dem Finger, sich kratzen, Wippen mit dem Fuß) oder Veränderungen der Mimik (Augenrollen, Augenbrauen hochziehen); auch Räuspern, Atemveränderungen oder das Zurücknehmen des Kopfes/Oberkörpers.

Implizites Wissen

Die Kompetenz, die jemand zwar zeigen (oder auch an anderen sehen) kann, ohne sie jedoch verbalisieren zu können. Explizites Wissen kann man kodieren und kommunizieren, zum Beispiel in Lehr- und Fachbüchern. Demgegenüber lässt sich das implizite Wissen nicht oder nur schlecht kodifizieren und kommunizieren. Der Mensch eignet es sich vor allem durch Erfahrung an.

Indigenes Volk

(Lateinisch: indigenus = eingeboren): Eine Bevölkerungsgruppe (bzw. deren Nachfahren), deren ursprüngliches Siedlungsgebiet von anderen Völkern erobert und kolonisiert wurde, die sich dabei jedoch bis heute als ein eigenständiges Volk mit eigenen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Einrichtungen verstehen.

Ingroup

Kennzeichnet die soziale Gruppe, der man sich zugehörig fühlt und mit der man sich identifiziert.

Intuition

Intuition ist ein facettenreicher Begriff, für den keine allgemeingültige Definition existiert. Wir verstehen Intuition in diesem Buch als implizites Wissen, das man rational bzw. mit Worten nur unzureichend beschreiben kann. Intuition ist vielmehr ein Prozess, der nur sinnlich-körperlich zu erfahren ist, durch eine achtsame Wahrnehmung der Impulse aus dem Innen und Außen.

Kalibrieren

Im Kontext von Coaching und Selbstführung bezeichnet kalibrieren die Wahrnehmung und Einstimmung auf die Impulse einer anderen Person. Hierzu zählen neben nonverbalen Aspekten wie Mimik, Körperhaltung, Gestik, Blickrichtung auch paraverbale Elemente wie Tonalität, Sprechgeschwindigkeit, Ausdrucksweise sowie die rein verbalen Aspekte wie Wortwahl und Sprachmetaphorik.

Kinästhetisch

Siehe Submodalitäten

Kohärenz

(Lateinisch: cohaerere = zusammenhängen) Beschreibt die empfundene Stabilität über verschiedene Kontexte hinweg.

Kongruenz

(Lateinisch: congruentia = Übereinstimmung). Übereinstimmung von verbal formulierten Aussagen und ideomotorischen Signalen (Körpersignale, paraverbaler Aspekte) oder ausgeführter Handlungen.

Krafttier

In vielen indigenen Kulturen verwendete mentale Ressource, die in der Metapher eines Tieres ausgedrückt wird. Beispiel: Die Ruhe und das dicke Fell eines Bären verhelfen dazu, auch in einem Gespräch gelassen zu bleiben.

Kulturzwiebel

Von dem Kulturwissenschaftler Geert Hofstede entwickeltes Modell zum strukturellen Aufbau einer Kultur: Die im Inneren liegenden Werte einer Kultur werden erst durch die sogenannten Praktiken (Rituale, Helden/Vorbilder und Symbole) sichtbar.

Lakota

Indigenes Volk Nordamerikas, vor allem im mittleren Nordwesten der heutigen USA. Gemeinsam mit den Dakota und Nakota gehören sie zur Gruppe der Sioux.

Leading

Bezeichnung für die aktive Gestaltung und Führung eines Gesprächs, zum Beispiel durch Themenwahl oder Vorgabe von Fragestellungen.

Logische Ebenen

Von Robert Dilts entwickeltes sechsstufiges Modell zur Strukturierung menschlichen Verhaltens. Angelehnt ist das Modell an die Kategorien des Lern- und Kommunikationsprozesses des Ethnologen Gregory Bateson. Die ersten beiden Ebenen beschreiben beobachtbare bzw. wahrnehmbare Aspekte. Ab Ebene 3 sind innere Prozesse und Konzepte betroffen, die unmittelbar nicht im Außen wahrnehmbar sind, jedoch auf die ersten beiden Ebenen wirken und somit relevant sind. Die Annahme des Modells ist, dass eine Veränderung auf einer höheren Ebene einen größeren „Hebel“ auf die unteren Ebenen hat als umgekehrt.

Manitu

Siehe Creator

Master of Ceremony (MC)

Bezeichnung für Elder, die in der Funktion eines Zeremonienmeisters eine Ritual oder Zusammenkunft anleiten.

Medizinrad

(Englisch: medicine wheel): Das Medizinrad ist ein Modell, das bei vielen indigenen Völkern des amerikanischen Kontinents verbreitet ist. Es stellt symbolhaft das zyklische Entwicklungsverständnis und die Interdependenz aller Dinge und Phänomene des Lebens dar. Das Medizinrad ist eine wichtige Grundlage verschiedener Zeremonien.

Metaperspektive

Bezeichnung für eine dissoziierte Sichtweise, die auch einen längerfristigen Zeithorizont und das übergeordnete System berücksichtigt.

Metaposition/-ebene

Alternative Bezeichnungen für die Metaperspektive. Wir bevorzugen letzteren Begriff, da dieser den Blickwinkel aus dieser Position/Ebene in den Vordergrund stellt.

Metaprogramme

Grundsätzliches (häufig unbewusstes) Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster eines Menschen. Beispiel: Eine Person kann eine prinzipielle Tendenz haben, Herausforderungen aus dem Weg zu gehen oder diese aktiv zu suchen.

Native Americans

Sammelbezeichnung für die indigene Bevölkerung in den heutigen USA. Begriffspendant in Kanada: First Nations

Olfaktorisch

Siehe Submodalitäten

Pacing

(Englisch: pacen = Schritthalten): Pacing bezeichnet die Fähigkeit, sich aktiv auf einen anderen Menschen einstellen zu können, um den Rapport zu begünstigen. Häufig geht es mit dem bewussten Zulassen von Ähnlichkeit einher. Das grundlegende Prinzip des Pacing ist das Spiegeln der Impulse des Gesprächspartners. Durch die Anlehnung an den Rhythmus des Anderen erlebt dieser ein Gefühl von Vertrautheit.

Pfeifenzeremonie

Eine bei vielen indigenen Völkern Nordamerikas heilige Zeremonie, bei der über den Rauch der Kontakt zum Creator hergestellt wird.

Priming

Bezeichnet in der Psychologie die Beeinflussung der Verarbeitung von Informationen vor dem Hintergrund von Vorerfahrungen, die Assoziationen wachrufen.

Rapport

(Französisch: rapport = Beziehung, Verbindung) bezeichnet in der Psychologie und Psychotherapie den „guten Kontakt“ zwischen kommunizierenden Menschen. Rapport kann nicht mechanisch hergestellt werden. Es ist vielmehr eine Qualität, die automatisch entsteht, wenn man echtes Interesse am Anderen hat. Äußerlich erkennt man Ähnlichkeiten in Körperhaltung, ideomotorischen Bewegungen und sprachlichen Aspekten bei den Gesprächspartnern.

Reframing

Bezeichnet in der Psychologie und Psychotherapie das Umdeuten einer erlebten Situation oder eines Verhaltens.

Repräsentation

Innere mentale Vorstellung von der Außenwelt; kann Schemen, bewegte oder fixe Bilder, Geräusche, Stimmen, Körperempfindungen, Bewegungsrichtungen und vieles mehr umfassen.

Resilienz

Psychische Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, mit widrigen Umständen oder Schicksalsschlägen umzugehen.

Resonanz

(Lateinisch: resonare = wiederhallen, mitschwingen) Bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, mit einem anderen System in Schwingung zu gehen.

Schwitzhütte

(Englisch: sweat lodge): Eine Zeremonie vieler indigener Völker Nordamerikas zur inneren Reinigung und Ort für spirituelle Erfahrungen.

Separator

Im Coaching verwendeter Begriff für eine Unterbrechung, die auch den Gedankenfluss unterbricht, um so die gedankliche Unterschiedsbildung und den Prozess des inneren Sortierens zu erleichtern.

Setting

Der Kontext, in dem eine Kommunikationssituation stattfindet: dabei können räumliche, zeitliche und personale (andere Menschen) Faktoren einen Einfluss ausüben.

Sonnentanz

(Englisch: sun dance) Die wichtigste spirituelle Zeremonie der indigenen Völker der nordamerikanischen Prärie. Das viertägige Ritual erfordert von den Tänzern das Fasten von jeglicher Nahrung (teilweise auch ohne jegliche Flüssigkeit praktiziert!) und anschließender Opferung des eigenen Fleisches mittels Herausreißens eines Piercings – der symbolischen Neugeburt.

Spirit

Ein Spirit beschreibt eine bestimmte Qualität oder Eigenschaft. Beispiel: Humor ist an sich unsichtbar, die Auswirkungen von Humor sind aber spürbar. In diesem Sinne ist Humor ein äußerst kraftvoller Spirit. Auch der Begriff Teamgeist weist auf dieses Verständnis von „Spirit“ hin.

Submodalitäten

Möglichkeit zur Differenzierung von Sinneseindrücke oder inneren Repräsentationen (visuell: das Sehen betreffend; auditiv: das Hören betreffend; kinästhetisch: das Fühlen betreffend; olfaktorisch: das Riechen betreffend; gustatorisch: das Schmecken betreffend) über die Beschreibung von strukturellen Eigenschaften (z. B. hell oder dunkel), die ohne die Benennung von Inhalten („ein Gesicht“) oder Bewertungen („freundlich“) auskommt.

Systemische Perspektive

Betrachtung einer Person oder Organisation in ihrem weiteren Umfeld: Familie, Freunde, Kollegen bzw. Kunden, Konkurrenten oder andere Stakeholder eines Unternehmen. Diese systemische Perspektive berücksichtigt auch den längerfristigen Zeithorizont oder gegenseitige Wechselwirkungen.

Totemismus

Die Vorstellung, dass alles miteinander verbunden ist. Dadurch steht auch der Mensch in einer mythisch-verwandtschaftlichen Beziehung zu Tieren, Pflanzen, aber auch verschiedenen Naturphänomenen wie Bergen, Wind etc. Diese haben dann für Einzelne oder ganze Gruppen eine wichtige symbolische Bedeutung.

Traditional Owner

(Englisch: traditional owner = traditioneller Eigentümer): Neuere Eigenbezeichnung vieler Aborigines in Australien, um damit ihre älteren Rechte gegenüber der derzeitigen Mehrheitsbevölkerung zu verdeutlichen.

Traditioneller Heiler

(Englisch: traditional healer): Heilkundiger in indigenen Gesellschaften, der mit traditionellen Therapien arbeitet (z. B. Kräutern, Trancen, Ritualen) und dabei in aller Regel auch seelische Aspekte berücksichtigt.

Traumzeit

(Englisch: dreamtime): Bezeichnet in der Vorstellung der australischen Ureinwohner eine immaterielle, zeit- und raumlose Welt, aus der alles entstanden ist.

Wahrnehmungsperspektive

Beschreibt die bewusste oder unbewusste Position bzw. Perspektive, aus der man eine Situation erlebt und beschreibt.

Wesen der Kommunikation

Metaphorischer Ausdruck für die Kommunikation zwischen Menschen. Die indigenen Völker der Prärie verstehen das, was in Kommunikationssituationen zwischen Menschen erwächst, als lebendiges Wesen. Kommunikation ist in diesem Verständnis kein Senden und Empfangen von Botschaften, sondern vielmehr ein gemeinsamer Prozess der beteiligten Personen.

Tipi

Kegelartige Zeltbehausung der indigenen Völker der nordamerikanischen Prärie.

Yuwipi

Eine Zeremonie der indigenen Prärievölker Nordamerikas. Für das Ritual wird ein traditioneller Heiler mit Lederriemen gefesselt und in ein großes Tuch eingerollt und verschnürt. Während er sich in völliger Dunkelheit aus den Fesseln befreit, bringt er sich in Trance und reist mental in eine andere Welt, von der er mit Visionen oder Antworten auf die Fragen der Stammesmitglieder zurückkommt.